Özdemir plädiert für ein konsequentes Handeln gegen den Politischen Islam. Deutschland müsse aufhören, sich »fast schon dankbar hinter die Fichte führen« zu lassen. Die Aussagen des Ministers könnten als Weckruf verstanden werden – auch im Hinblick auf die derzeit laufenden Koalitionsverhandlungen nach der Bundestagswahl 2025.
Missstände beim Islamunterricht an öffentlichen Schulen
»Ich weiß, dass Religionsgemeinschaften nach unserem Grundgesetz ein Recht haben, konfessionellen Religionsunterricht zu erteilen. Aber die Voraussetzungen müssen sie doch erfüllen! Es wird breit darüber hinweggesehen, wenn das nicht der Fall ist, man lässt sich beim islamischen Religionsunterricht fast schon dankbar hinter die Fichte führen und von wertlosen Bekundungen überzeugen.«
Islamische Predigten sind kein reines Sprachproblem
»Mittlerweile unterrichten oder predigen Imame auf Deutsch und Ditib bildet in Deutschland aus. Aber das Problem ist doch nicht die Sprache. Das Problem ist der Inhalt. Einige der schlimmsten islamischen Prediger predigen auf Deutsch. Die Politik sagt aber: Alles findet auf Deutsch statt, das Problem ist gelöst, nächstes Thema bitte. Ich könnte verzweifeln über dieses erschreckend hohe Maß an Unkenntnis.«
Deutsche Islamkonferenz (DIK)
»Da werden häufig die völlig falschen Leute hofiert und jeder Minister erfindet das Rad neu.«
»Das letzte Mal, dass da auf hohem Niveau gearbeitet wurde, war unter Minister Wolfgang Schäuble.«
Hamas und ideologische Verblendung
»Es erfordert sehr viel Mut, sich in Gaza gegen die Hamas auszusprechen. Ich ziehe meinen Hut vor denen, die sich dem Hass entgegenstellen und nach einem anderen Weg suchen. Wir sehen nur das, was die Hamas uns sehen lassen will. Die Hamas manipuliert und benutzt die palästinensische Bevölkerung für ihre radikalislamische Ideologie. Sie missbraucht Palästinenser als menschliche Schutzschilde oder zur Finanzierung ihrer Bankkonten.«
Antisemitismus und Schutz jüdischer Schüler
»Kein Mensch kommt als Antisemit auf die Welt, sondern die Kinder werden dazu erzogen. Wir haben in Schulen teilweise die Situation, dass jüdische Kinder zu ihrem Schutz aus den Klassen genommen werden müssen. Wir sollten das Prinzip umdrehen. Wenn Eltern mit antisemitischem Zeug ihre Kinder agitieren, müssen die Eltern an die Schulen zitiert werden. Im Zweifelsfall muss das Kind gehen, das sich antisemitisch verhält. Wir sind ja gerade im Fastenmonat Ramadan: Was im Übrigen auch nicht geht, ist, dass Jugendliche, die nicht fasten, unter Druck stehen. Jedermann muss mit der Kippa sicher durch Neukölln kommen. Frauen müssen sich im Minirock überall sicher bewegen können und schwule oder lesbische Pärchen überall Händchen haltend laufen können. Solange das nicht der Fall ist, haben wir in Deutschland ein Problem.«
➡️ Weiterlesen im Tagesspiegel (Bezahlschranke): Antisemitismus an Schulen: Bildungsminister Özdemir fordert härtere Konsequenzen gegen Schüler